Corporate Blogs: 10 Gründe, warum Unternehmen bloggen

By 16. Oktober 2014Social Media, Trends
Corporate Blogs

Im Zeitalter des Content Marketing entdecken immer mehr Unternehmen das Corporate Blogging als Möglichkeit, mit ihren Zielgruppen zu kommunizieren. Trotzdem ist das Corporate Blog noch keineswegs Standard, auch nicht bei grossen Unternehmen: Unter den DAX30-Unternehmen betreibt nur die Hälfte ein eigenes Blog, wie die Studie Corporate Blogs 2014 zeigt. Warum bloggen Unternehmen – oder eben nicht? In diesem Artikel tragen wir die wichtigsten Argumente pro und contra zusammen.

Gründe gegen ein Corporate Blog

Die Argumente, die gegen ein Blog sprechen, sind rasch aufgezählt. Nur: Sind sie auch stichhaltig?

«Wir sind bereits auf Facebook, Twitter, Google+ und YouTube aktiv.»

Tatsächlich haben Social-Media-Plattformen viele Gemeinsamkeiten mit Blogs: Hier wie dort kann man Texte, Bilder und Videos publizieren und dank der Kommentarfunktion mit seinen Zielgruppen in einen Dialog treten. Allerdings stellen Social-Media-Plattformen ein sehr enges gestalterisches, technisches und rechtliches Korsett dar. Zudem ist man dem Plattformbetreiber ausgeliefert: Änderungen am Design, an der Funktionalität oder an den Nutzungsbedingungen muss man zwangsläufig akzeptieren, wenn man nicht verlieren will, was man bisher in die Plattform investiert hat. Facebook & Co. sind zwar unverzichtbar, wenn es darum geht, Traffic auf ein Corporate Blog zu bringen – ein Ersatz dafür sind Social-Media-Plattformen hingegen nicht.

«Wir haben keine bzw. zu wenig interessante Themen für ein Corporate Blog.»

Jedes Unternehmen hat verschiedene Produkte und/oder Dienstleistungen. Es hat Kunden und Partner. Es hat Mitarbeiter. Und es hat eine Geschichte, die jeden Tag fortgeschrieben wird. Über alle diese Dinge gibt es unendlich viel zu berichten, und das Meiste ist für die Zielgruppen sehr wohl von Interesse, wenn man es richtig anpackt.

«Wir haben keine Ressourcen für ein Corporate Blog.»

Ein Corporate Blog aufzubauen und zu betreiben ist zweifellos mit Aufwand verbunden. Und es gibt genügend Beispiele für Corporate Blogs, die mit viel Enthusiasmus gestartet sind, um dann einige Monate später sanft einzuschlafen, weil niemand Zeit findet, neue Inhalte zu erstellen. Insofern sind fehlende Ressourcen ein ernstzunehmendes Argument gegen Corporate Blogs. Aber Ressourcen kann man auch schaffen – sei es, indem man einzelnen Mitarbeitern gezielt Zeit einräumt für diese Aufgabe, sei es, indem man einen Corporate Blogger einstellt.

«Wir möchten keine Plattform für öffentliche Kritik an unseren Produkten und Dienstleistungen bieten.»

Die Angst vor Kontrollverlust ist wahrscheinlich die stärkste Motivation, warum viele Unternehmen ein Corporate Blog ablehnen. Selbstverständlich ist ein Kommentarformular eine Einladung an Menschen, die schlechte Erfahrungen mit einem Unternehmen gemacht haben. Diese Menschen werden ihre Kritik aber sowieso irgendwo äussern – tun sie es auf dem Corporate Blog, so hat man zumindest die Möglichkeit, auf berechtigte Anliegen einzugehen und Kritiker für sich zu gewinnen.

Gründe für ein Corporate Blog

Unternehmen, die einen eigenen Blog betreiben, tun dies in der Regel aus folgenden Gründen:

  1. Branding
    Wer bloggt trägt dazu bei, seine Marke bekannter zu machen und ihr ein schärferes Profil zu verleihen.
  2. Positionierung
    In einem Blog lässt sich hervorragend erklären, wofür ein Unternehmen steht.
  3. Kompetenzbeweis
    Mit jedem Blogpost kann ein Unternehmen seine Kompetenz in seinem Tätigkeitsfeld untermauern.
  4. Themenführerschaft
    Mit entsprechendem Engagement kann man ein Corporate Blog zu einer führenden Plattform für ein bestimmtes Thema entwickeln; von dieser Reputation profitiert auch das Unternehmen.
  5. Suchmaschinen-Optimierung  & Traffic-Generierung
    Ein Blog ist nicht zuletzt ein Mittel, um das Google-Ranking einer Corporate Website zu verbessern und zusätzlichen Traffic für die Site zu generieren.
  6. Kundenbindung durch Mehrwert
    In einem Blog kann man seinen Kunden hervorragend aufzeigen, wie sie einen optimalen Nutzen aus den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens ziehen.
  7. Kundennähe & Transparenz
    Je grösser ein Unternehmen, desto unpersönlicher erscheint es seinen Kunden: Ein Blog ist eine hervorragende Möglichkeit, um einen Blick hinter die Kulissen zu vermitteln und so dem Unternehmen ein Gesicht zu geben.
  8. Employer Branding
    Nicht nur Kunden, auch Stellensuchende lesen Corporate Blogs; diese sind somit ein wichtiges Instrument im Kampf um die besten Talente.
  9. Dialog
    Ein Corporate Blog ist ein Dialoginstrument im eigentlichen Sinn: Aus den Kommentaren erfährt ein Unternehmen, was seine Zielgruppe bewegt; es kann diese Zielgruppe aber auch sehr schnell und direkt adressieren, wenn es einmal erforderlich ist.
  10. Kundengewinnung
    Nein, neue Kunden zu gewinnen ist definitiv nicht der wichtigste Grund dafür, ein Corporate Blog zu betreiben. Aber alle neun zuvor genannten Gründe tragen mit dazu bei, potentielle Kunden zu überzeugen und zu gewinnen.

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