Suchmaschinen-Optimierung: Empfehlungen für Texter und Redaktoren

By 27. November 2013Allgemein, SEO, Technologie
SEO-Empfehlungen für Texter und Redaktoren

Website-Inhalte müssen primär für Menschen optimiert werden, nicht für Suchmaschinen. Und was für einen menschlichen Besucher attraktiv ist, wird in aller Regel auch von Google positiv bewertet. Wer Texte für eine Website schreibt oder redigiert, sollte dennoch gewisse Punkte beachten, sofern das Ranking bei der Google-Suche eine Rolle spielt. Dieser Artikel fasst die zehn wichtigsten Empfehlungen für Texter und Redaktoren zusammen, die man auch ohne technische Kenntnisse verstehen und anwenden kann. Natürlich ist die Suchmaschinen-Optimierung (Search Engine Optimization SEO) insgesamt eine etwas komplexere Angelegenheit. Wer die folgenden Punkte beachtet, hat trotzdem mit wenig Aufwand schon viel erreicht.

1. Keyword-Katalog anlegen

Die Grundlage sämtlicher SEO-Massnahmen ist eine Liste jener Suchbegriffe, mit denen die Zielgruppe die Website bei Google finden soll. Ein Keyword-Katalog umfasst zwischen 50 und 150 Einträge pro Sprache (mehr ist in der Praxis kaum zu bewältigen), und diese Keywords sollen dann auf der Website bevorzugt benutzt werden. Bei der Auswahl der Keywords kann man unterschiedliche Strategien verfolgen: Die einen setzen auf besonders häufig gesuchte Begriffe und nehmen dafür eine grössere Konkurrenz in Kauf; die anderen fokussieren auf weniger umkämpfte Begriffe, mit denen man bessere Chancen für eine Top-Platzierung hat, die aber auch weniger Traffic auf die Website bringen. Nebst einzelnen Suchbegriffen sollte man auch Suchphrasen (also Kombinationen aus mehreren Wörtern) in den Keywords-Katalog aufnehmen.

2. Seitenlänge optimieren

Damit Google die Relevanz eines Texts für einen bestimmten Suchbegriff beurteilen kann, muss er eine gewisse Länge haben. Eine Webpage sollte deshalb nicht kürzer als 250 Wörter sein. Andererseits werden sehr lange Texte (500 Wörter oder mehr) mit Vorteil auf mehrere Webpages verteilt.

3. Zwischentitel nutzen

Zwischentitel sind für die Suchmaschinen-Optimierung zentral. Man sollte deshalb alle zwei bis drei Absätze einen Zwischentitel setzen und dort bevorzugt Begriffe aus dem Keyword-Katalog einsetzen.

4. Description texten

Der Textanriss, den Google auf der Trefferseite zeigt, stammt in der Regel aus dem META-Tag «Description». Jede Webpage braucht deshalb eine aussagekräftige, individuelle Description mit den relevanten Keywords dieser Seite. Beschränken Sie sich dabei aber auf  150 Zeichen.

5. ALT-Texte für Bilder texten

Jedes Bild braucht zwingend einen kurzen ALT-Text, der den Bildinhalt beschreibt und nach Möglichkeit Keywords nutzt. Dies ist nicht nur ein Gebot der Suchmaschinen-Optimierung, sondern auch der Barrierefreiheit. Ideal sind ALT-Texte mit rund 100 Zeichen.

6. Titel für Browser-Fenster texten

Der Link-Text, den Google auf der Trefferseite zeigt, stammt in der Regel aus dem TITLE-Tag. Jede Webpage sollte deshalb einen individuellen, aussagekräftigen TITLE-Text erhalten, der Keywords benutzt und nicht länger als 70 Zeichen ist.

7. Dokumentenname definieren

Jede Webpage braucht einen individuellen, kurzen (10 bis 30 Zeichen) Dokumentennamen mit einem direkten Bezug zum Seiteninhalt. Damit können dann sogenannte sprechende URLs gebildet werden. Aus technischen Gründen dürfen hier keine Sonderzeichen (Umlaute, Leer- und Satzzeichen) verwendet werden, lediglich Bindestriche sind zulässig.

8. Hervorhebungen nutzen

Textpassagen, welche durch Fett- oder Kursivschrift hervorgehoben sind, werden von Suchmaschinen höher gewichtet. Es kann deshalb der Positionierung bei Google helfen, wenn man bis zu drei Hervorhebungen pro Webpage benutzt und dort bevorzugt Keywords einsetzt.

9. Links sorgfältig texten

Link-Texte sollen aussagen, was auf der verlinkten Webpage zu finden ist. «Hier klicken» ist deshalb ein wertloser Link-Text, «Last-Minute Flugtickets buchen» hingegen ein wertvoller Link-Text (sofern der Link auf die Flugangebote eines Reisebüros zeigt). Nebst dem Google Ranking profitiert übrigens auch die Usability einer Website von dieser Massnahme.

10. Nicht übertreiben

Die ideale Keyword-Dichte liegt bei 2 bis 4 Prozent, d.h. pro 100 Wörter soll ein Keyword zwei bis vier Mal eingesetzt werden. Eine wesentlich höhere Keyword-Dichte führt zur Abwertung durch Google, weil übertriebene Wortwiederholungen nicht dem natürlichen Sprachgebrauch entsprechen (Stichwort: Keyword Stuffing). Ausserdem müssen keineswegs alle Keywords auf jeder einzelnen Webpage genutzt werden: Damit eine Website bei Google gefunden wird, muss eigentlich pro Keyword nur eine einzige Webpage optimiert werden.

Leave a Reply