Erotikartikel, Medien und Gadgets werden am häufigsten online gekauft: Futurecom E-Commerce Studie 2017 (Teil 2)

By 31. Januar 2017E-Commerce, Studien
46% der SchweizerInnen kaufen ihre Erotikartikel im Internet

Ob online oder offline eingekauft wird, ist je nach Produktkategorie sehr verschieden: Erotikartikel, Medien und Unterhaltungselektronik gehen am häufigsten über einen virtuellen Ladentisch – bei Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln dagegen erfolgt der Kauf fast immer im stationären Handel. Die Futurecom E-Commerce Studie untersucht die Trends im Schweizer Online-Handel. Hierfür wurden 2’000 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz online zu ihrem Shopping-Verhalten befragt. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse zur Customer Journey zusammen.

Produktkategorie ist massgebend für Recherche und Einkaufsort

Wo sich die Konsumenten vor dem Kauf von physischen Produkten informieren, bestimmt die Produktkategorie. Bei Computern, Smartphones und Tablets sowie bei Multimedia- und Elektronikgeräten hat sich die Informationsphase grösstenteils in den digitalen Raum verlagert: 61% der Befragten recherchieren vor dem Kauf bevorzugt online. Das haptische Erlebnis und die Beratung scheinen bei diesen Produkten nicht mehr stark gefragt zu sein.

Bei Möbeln (61%) und Medikamenten (60%) ist das Ladengeschäft hingegen weiterhin der wichtigste Informations- und Beratungspunkt im Kaufprozess. Auch beim Kauf von Wein und alkoholischen Getränken (56%), Uhren und Schmuck (55%) sowie Sportkleidung und Outdoor-Ausrüstung (55%) informieren sich Konsumenten bevorzugt offline.

Beim Einkaufsverhalten zeigen sich gewisse Parallelen zum Informationsverhalten. Auch hier gehören elektronische Geräte (d.h. Computer, Smartphones und Tablets, Multimedia- und Elektronikgeräte) sowie Bücher, Musik und Filme zu den fünf wichtigsten Kategorien, die ausschliesslich oder überwiegend online gekauft werden. Spitzenreiter bei den physischen Produkten sind allerdings Erotikartikel mit 46%.

Weiterhin überwiegend offline gekauft werden dagegen Lebensmittel, Medikamente, Wein und alkoholische Getränke sowie Möbel und Dekorationsartikel – Kategorien, bei denen auch die Informationsbeschaffung bevorzugt offline stattfindet.

Grafik: Top 5 Produktkategorien für Transaktionen online vs. offline

Bei Reisen dominiert ROPON

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, doch beim Informieren, Organisieren und Buchen von Reisen, Hotels und Flugtickets gibt es nur einen Weg, nämlich den digitalen. In der Tourismusbranche dominiert eindeutig Research Online Purchase Online (ROPON). Flugtickets werden von 73% der Käufer konsequent online recherchiert und online gekauft. Bei Hotels und Ferien sind es 67%, bei Event-Tickets 65%. Eine solche Deutlichkeit im Kundenverhalten zeigt sich jedoch nur in wenigen Kategorien, was die Notwendigkeit von Omni-Channel-Strategien unterstreicht.

Grafik: Kundenverhalten in der Customer Journey

Online-Shopping dringt in den Dienstleistungssektor

Online-Shopping wird auch bei Versicherungs- und Finanzdienstleistungen immer beliebter. Bei Versicherungen ist die Bereitschaft für einen Online-Abschluss allerdings deutlich höher als bei Bankdienstleistungen. 21% der internet-aktiven Schweizer haben z.B. schon einmal eine Krankenversicherung online abgeschlossen, 15% eine Autoversicherung und 14% eine Hausrats- und Haftpflichtversicherung. Online-Abschlüsse von Kleinkrediten und Hypotheken bewegen sich mit 5% resp. 2% der Befragten noch auf deutlich tieferem Niveau. Eine Ausnahme bei den Bankdienstleistungen bilden Börsen-Transaktionen, welche schon von 15% der Respondenten getätigt wurden.

Grafik: Abschluss vpm Dienstleistungen online

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